‘Brennholz’
Brennholz richtig lagern
Richtige Brennholzlagerung ist eine wichtige Voraussetzung für ein optimales Brennergebnis Ihres Kamins oder Ofens. Beim Heizen mit Holz ist die Qualität und vor allem geringe Restfeuchtigkeit des Brennholzes ausschlaggebend.
Holz sollte mindestens 2 Jahre auf einer sonnigen, gut belüfteten Stelle gelagert werden. Optimal ist die Brennholzlagerung an einer Südwand. Hier trocknet das Holz durch die kräftigen Sonnenstrahlen und durch die in der Wand akkumulierte Wärme besonders gut.
Das stapeln von Holz in einem Keller oder geschlossenem Raum mit wenig Luftzirkulation sollte man vermeiden, da hier das Holz die Luftfeuchtigkeit wieder aufnimmt und anschließend zu fäulen beginnen kann. In einen gut belüfteten Keller sollte man Brennholz nur dann stapeln, wenn es 2 Jahre auf einer sonnigen Stelle gelagert wurde.
Warum sind zwei Jahre notwendig? Das Holz enthält nach dem Baumfällen einen hohen Wassergehalt. Dieser wird durch das Verdunsten in dem ersten Jahr abgegeben. Die Feuchtigkeit von Holz steigt während der Winterzeit wieder, so dass in der Regel zwei Jahre Lagerung nötig sind, bevor das Holz die optimale Restfeuchtigkeit für das Verheizen im Holzofen erreicht.
Für das Lagern von Kaminholz gibt es mehrere Möglichkeiten. Am besten erstellt man unter Einhaltung der folgenden Grundsätzen einen Holzstapel:
- Brennholz sollte zersägt und ofenfertig gespaltet werden, da kleinere Holzstücke schneller austrocknen.
- Der Holzstapel sollte nicht direkt auf dem Boden liegen, sondern auf einer 20 cm hohen Unterlage stehen.
- Zwischen dem Haus und Holzstapel ist eine mindestens 5 bis 10 cm breite Luftspalte zu erstellen, um die Luftzirkulation zu sichern.
- Die Holzbeige (Holzstapel) sollte überkragend überdacht werden, um das Holz vor dem Regen zu schützen.
- Die Stirnflächen von den Brennholzscheiten sollten von der Luft umweht werden, da Holz die Feuchtigkeit in der Richtung der Holzgefäße schneller verliert als quer zur Faser.
Wenn der Holzstapel an einer Südwand steht, kann man an der Fronseite (vor dem Holzstapel) eine feste durchsichtige Folie einspannen. Am Boden und unter dem Dach lassen wir 30 cm offene Spalte ohne Folie. Die Sonne erwärmt dann die Luft hinter der Folie und es entsteht eine natürliche Luftströmung, die den Trocknungsprozess beschleunigt.
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Brennholz richtig auswählen und kaufen
Die Verbrennungstechnik der Kaminen und Kaminöfen wirt ständig weiterentwickelt und verbessert. Für die optimale und emissionsarme Verbrennung ist neben der Qualität des Holzofens auch die Qualität des Brennholzes entscheidend.
Anschaffung von Holz
Beim Kauf von Holz gilt, dass man den besten Preis-Leistungs-Verhältnis bei örtlichen Lieferanten erhält. Die Beziehung vom Brennholz von einem entferntem Lieferant zahlt sich meisten wegen den teueren Transportkosten nicht aus. Auch sind lange Transportwege für die Umwelt nicht optimal, ein der großen Vorteile der Holzverbrennung wird somit abgeschafft.
Brennholz kann günstig vom Waldbesitzer bzw. Förster angeschafft werden. Wenn Sie die Arbeit beim Holzschneiden als Bewegungsangelegenheit in Kauf nehmen, dann können Sie in der Regel viel Geld ersparen. Wer Komfort und Zeitersparung bevorzugt, der kann Brennholz mit dementsprechenem Preiszuschlag bereits ofenfertig von einem Brennholzhändler kaufen.
Bei der Suche nach der geeigneten Brennholzbezugsquelle können Sie folgende Möglichkeiten ausnutzen:
- Suche im Telefonbuch nach “Forstdienststellen” oder “Brennholzhändler”
- Befragung bei der Gemeinde oder Stadtverwaltung
- Befragung bei dem Waldbesitzerverband, Bauernverband, Landwirtschaftsamt oder der Landwirtschaftskammer
- Suche bei spezialisierten Brennholzportale wie z.B. http://www.brennholz-deutschland.de/
Wichtige Brennholmerkmale
Beim Kauf von Brennholz sollte man folgende Merkmale unterscheiden können und nach diesen den Kaufpreis beurteilen:
- Holzart
Handelt es sich um Hartholz (Buche, Eiche, Birke, usw.) oder Weichholz (inkl. Nadelholz)? - Holzfeuchte
Zur Verbrennung im Kamin oder Kaminofen soll das Holz maximal ca. 20 – 25% Restfeuchte enthalten. Dieser Wert wird nur bei künstlich getrocknetem oder mind. 1 Jahr perfekt gelagertes Holz erzielt. Höherer Wassergehalt = niedrigerer Preis (erfordert allerdings die Lagerung auf sonnigen, gut belüfteten Stelle bevor es in den Keller gelangt) - Holzgesundheit
Gesundes Holz hat keine Verfärbung oder Fäule - Bearbeitungsgüte
Wie sieht der Schnitt aus? Glatt oder ausgefranst?
Wie genau entspricht das Holz den angegebenen Maßen in Länge und Scheitstärke?
Das sind alle Faktore, die man bei der Wahl von Kaminholz beachten soll.
Restfeuchtigkeit des Brennholzes
Für die Verbrennung im Kamin oder Kaminofen sollte man ein gut getrocknetes Brennholz verwenden. Kaminholz soll mindestens 2 Jahre auf einer sonnigen, überdachten Stelle gelagert werden, bevor es in den Ofen gelangt.
Ofenfertiges Brennholz soll max. 20 % Restfeuchtigkeit enthalten, am besten noch weniger. Holz mit ca. 15 % Restfeuchtigkeit wird als “luftrockenes Holz” oder auch mit der Abkürzung “lutro” bezeichnet.
Ein höherer Wassergehalt im Brennholz verhindert unabhängig von der Qualität des Holzofens die vollkommene Verbrennung. Es kommt zu erhöhten Rußablagerungen auf der Glasscheibe des Ofens, der Wirkungsgrad der Feuerstätte senkt, und in die Abgase gelangen schädliche Stoffe, die bei einer richtigen Holzverbrennung im Brennraum zu Wärmeenergie umgewandelt werden.
Ausreichende Verbrennungsluftzufuhr
Die Holzverbrennung kann nur richtig funktionieren, wenn in den Brennraum ausreichend Sauerstoff zugeführt wird. Das erzielt man mit der Luftzufuhrsteuerung des Holzofens. Viele Ofenbetreiber neigen dazu, den Ofen nach der Anheizphase voll mit Holz einfüllen und die Luftzufuhr zu schließen, im Glauben, dass auf diese Weise zu einer langen Abbrandperiode kommt und der Ofen energieeffizient arbeitet. Das ist jedoch ein Irrtum.
Bei diesem Vorgehensweise muss man zwar nicht so oft nachlegen, es kommt jedoch zu keiner Verbrennung, da der erforderliche Sauerstoff fehlt. Die Holzgase können nicht ausbrennen und nur das Holz wird zur Kohle. Man erkennt es daran, dass sich im Brennraum keine langen gelben Flammen bilden.
Ausreichende Frischluftzufuhr ist wichtig für das Ausbrennen der Holzgase, die aus dem Holz während der Verbrennung entweichen. Diese Holzgase tragen einen Energiepotenzial, der sich nur in die Wärme umwandelt, wenn die Holzgase vollkommen ausbrennen. Das erfolgt meistens im oberen Teil der Brennkammer.
Holz braucht für die Verbrennung die Luftzufuhr zweimal. Die Primärluftzufuhr sorgt für das Freiwerden der Holzgase und Zersetzung des Holzes und der Holzkohle. Die Sekundärluftzufuhr kümmert sich um die Nachverbrennung der freigewordenen Holzgase.
Um das erfogreiche Ausbrennen der Holzgase und die Ausnutzung derer Energiepotenzials zu erzielen, müssen die Holzgase gleichmäßig und ausreichend mit der Sekundärluft vermischt werden. Das ist nur dann möglich, wenn die zugeführte Verbrennungsluft vorgewärmt ist. Ansonsten kann sich die kalte Luft mit den Holzgasen nicht gut vermischen und diese entweichen ungenutzt in den Schornstein.
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Freude am Kamin & Ofen
vor und NACH dem Kauf
